Martin Schempp ist für Kenner des Segelflugs eine Legende. Im Alter von 21 Jahren aus Stuttgart 1926 in die USA ausgewandert, ließ er sich durch einen Vortrag des Ozeanfliegers Charles Lindbergh für die Fliegerei begeistern. Die Freundschaft mit Wolf Hirth brachte ihn dann zum Segelflug, damals noch ein abenteuerliches Unterfangen. Seine amerikanische Segelfluglizenz Nr. 23 wurde von Orville Wright unterzeichnet. Es gelangen ihm spektakuläre Rekordflüge und auch einige ungewollte Wasserlandungen, die ihn und den Segelflug in den USA bekannt machten. Als weltweit Achter erhielt er das Segelflieger-Leistungsabzeichen Silber C! Zurück in Deutschland gründete Martin Schempp 1935 zusammen mit Wolf Hirth einen eigenen Flugzeugbau, in dem das weltberühmte Hochleistungs-Segelflugzeug „Minimoa“ damals schon in Serie gebaut wurde. Heute ist Schempp-Hirth in Kirchheim unter Teck einer der renommiertesten Hersteller von Segelflugzeugen und mit Konstruktionen wie Nimbus, Ventus und Discus weltweit erfolgreich.

 

Martin Schempp